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Einsatzbericht Nr. 18/2016

Hilfeleistung Gefahrgut groß, BAB 10 km 85,8; Richtung Hamburg- 26./27.04.2016 / 17:49 bis 17:00 Uhr

 

Einer in der Geschichte der Gefahrstoffeinheit des Landkreises Potsdam-Mittelmark (PM) größten Gefahrguteinsätze forderte Personal und Material über 24 Stunden im besonderem Maße.

 

Ein mit Gefahrgut beladener LKW verunfallte auf der BAB 10 zwischen dem Autobahndreieck Nuthetal und der Anschlussstelle Ludwigsfelde West und geriet in Brand.

 

Als Bestandteil des ersten Zuges der Gefahrstoffeinheit PM

wurden wir am 26.04. um 17:49 Uhr alarmiert um die Kräfte des zweiten Zuges aus dem Bereich Teltow und die erst eintreffenden Einsatzkräfte abzulösen.

Unsere Aufgabe bestand unter anderem darin, im Abschnitt "Angriff" unter Chemikalienschutzanzügen, den Gefahrstoff zu neutralisieren und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Weiterhin wurde der RW zur Unterstützung der technischen Bergung des LKW und zur Energieversorgung eingesetzt.

 

Neben den Feuerwehren und dem Regelrettungsdienst, waren SEG Einheiten, SEE Einheiten und diverse Bergungsfirmen tätig – insgesamt war die Feuerwehr Dahnsdorf knapp 24 Stunden im Einsatz.

 

 

Einsatzmittel:

OF Dahnsdorf: RW 2 , TLF 16/25

OF Niemegk: MTW

Gefahrstoffeinheit Potsdam-Mittelmark
div. andere Kräfte aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Havelland

 

 

Pressemeldung der Polizei Brandenburg vom 27.04.2016:

 

Nach ersten Erkenntnissen hat wahrscheinlich ein Reifenplatzer an der Lenkachse des polnischen LKW dazu geführt, dass der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und der Sattelzug daraufhin nach links von der Fahrbahn abkam und anschließend die Mittelleitplanke durchbrach. Der durch den Unfall allein an den Fahrzeugen entstandene Sachschaden beläuft sich auf mindestens 86.000 Euro.

Die Bergungsarbeiten vor Ort dauerten auch am Mittwochvormittag noch an, wobei zur Bergung des LKW ein Kran zum Einsatz kam. Die Autobahn A 10 ist noch immer in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

Durch die Autobahnmeisterei wird ebenfalls geprüft, inwieweit durch die Hitzeentwicklung und die ausgelaufenen ätzenden Flüssigkeiten Schäden an der Fahrbahn entstanden sind und ob hier eventuell noch Folgearbeiten durchgeführt werden müssen. Erst danach kann im Laufe des heutigen Tages entschieden werden, wann die Autobahn wieder freigegeben wird.

Acht Polizeibeamte, die am Dienstagnachmittag an der Unfallstelle im Einsatz waren, wurden vorsorglich ärztlich untersucht und danach wieder entlassen.

Die Einsatzmaßnahmen an der Unfallstelle haben die Feuerwehr und die Gefahrstoffeinheit des Landkreises Potsdam-Mittelmark übernommen. Alle weiteren diesbezüglichen Auskünfte erteilt die Pressestelle des Landkreises Potsdam-Mittelmark.

Die Umleitung erfolgt aus Fahrtrichtung Hannover, in Richtung Frankfurt/ Oder von der BAB 10 über das Autobahndreieck Nuthetal auf die BAB 115 bis zur Anschlussstelle Potsdam-Babelsberg und von dort über die Landstraße 40 zur B101 (Straßenkreuz Großbeeren) und von der B 101 an der Anschlussstelle Ludwigsfelde Ost wieder auf die Autobahn 10.

In der Gegenrichtung läuft der Verkehr genauso, d.h. von der Anschlussstelle Ludwigsfelde Ost, B 101, L 40 – BAB 115 Anschlussstelle Babelsberg.

 

Zur Info noch einmal die Meldungen vom gestrigen Tag zum Unfall:

Landkreis Potsdam-Mittelmark, BAB 10, südlicher Berliner Ring, zwischen dem Autobahndreieck Nuthetal und der Anschlussstelle Ludwigsfelde West, Kilometer 85,8 , ca. 1 Kilometer hinter dem Autobahndreieck Nuthetal, beide Fahrtrichtungen betroffen

Schwerer Verkehrsunfall auf dem südlichen Berliner Ring

Dienstag, den 26.04.2016, 12.42 Uhr

 

Am Dienstagnachmittag ereignete sich auf dem südlichen Berliner Ring, auf Höhe des Kilometers 85,8 ein schwerer Verkehrsunfall. Die Unfallstelle befindet sich auf der BAB 10, ca. 1 Kilometer hinter dem Autobahndreieck Nuthetal in Richtung Ludwigsfelde West / Frankfurt Oder. Betroffen waren sowohl die  Richtungsfahrbahn in Richtung Frankfurt / Oder, als auch die Gegenrichtung, in Richtung Magdeburg.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand kam ein polnischer Scania-Sattelzug mit Auflieger, der aus Richtung des Autobahndreiecks Nuthetal in Richtung des Autobahnkreuzes Schönefeld unterwegs war, gegen 12.42 Uhr auf Höhe des Autobahnkilometers 85,8 (ca. 1 Kilometer hinter dem Autobahndreieck Nuthetal) aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab, durchbrach die Mittelleitplanke und kam in den Gegenverkehr. Dabei stürzte der Sattelzug um. Aus dem Fahrzeugtank auslaufender Kraftstoff entzündete sich und setzte den Sattelzug in Brand, der innerhalb kürzester Zeit in voller Ausdehnung brannte. Im Gegenverkehr mussten ein PKW VW aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark und ein rumänischer Sattelzug dem Unfallfahrzeug ausweichen. Der VW-Caddy kam dabei von der Autobahn ab und fuhr in den Straßengraben. Zwischen dem umgestürzten polnischen Sattelzug und dem rumänischen LKW auf der Gegenfahrbahn, kam es ebenfalls noch zu einem Zusammenstoß.

Der Fahrer des polnischen Sattelzuges wurde bei dem Unfall verletzt. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus. Die anderen beiden Autofahrer blieben unverletzt.

Die Feuerwehr war vor Ort mit dem Ablöschen des Unfall-LKW befasst. Bei diesem handelt es sich um einen mit Gefahrgut beladenen LKW (kein Tankfahrzeug, sondern ein normaler Sattelauflieger mit Plane). Aus diesem trat eine ätzende Flüssigkeit aus. Zur Bestimmung um welchen Stoff es sich dabei handelt und zur Neutralisation der Flüssigkeit, kam die

Gefahrstoffeinheit des Landkreises Potsdam-Mittelmark zum Einsatz. Eine Gefahr für umliegende Gemeinden und andere Verkehrsteilnehmer besteht nicht. Trotzdem wurde aus Sicherheitsgründen ein Sperrkreis von 100 Metern um die Unfallstelle errichtet.

Die Autobahn 10 ist derzeit in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Es kommt auf sämtlichen Ausweichstrecken zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Der Verkehr wird weiträumig von der Autobahn abgeleitet. In Fahrtrichtung Frankfurt/ Oder wird der Verkehr über das Autobahndreieck Nuthetal und die Abfahrt Potsdam-Drewitz und von dort über die Landstraßen 79 und 795 zur Anschlussstelle Ludwigsfelde West geführt.

In Richtung Leipzig wird der Verkehr an der Anschlussstelle Ludwigsfelde Ost über die B 101 und die L 40 zur Anschlussstelle Babelsberg auf die BAB 115 und von dort wieder auf die A 10 geführt.

Erkenntnisse zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen bisher noch nicht vor. Es dürfte sich aber um mehrere zehntausend Euro handeln.

Die Bergungsmaßnahmen vor Ort dauern derzeit noch an und werden voraussichtlich noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Das gilt auch für die Sperrungen.

 

Nachtrag von 17.00 Uhr:

 

Der verletzte Fahrer des polnischen LKW ist 34 Jahre alt. Er stammt aus Polen. Er wurde nur leicht verletzt und konnte bereits im Laufe des Nachmittags (gegen 17.00 Uhr) nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen werden. 

Der Unfall-LKW hatte mehrere Gebinde mit insgesamt 2600 kg verschiedener ätzender Flüssigkeiten geladen, von denen ein Teil ausgelaufen ist. Unter anderem befand sich  ein Stoffgemisch mit der UN-Nummer 3264 auf dem LKW. Es handelt sich dabei um ein ätzendes, saures, anorganisches, flüssiges Stoffgemisch.

Laut Angaben der Feuerwehr bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für zivile Personen in der Umgebung.

Die Gefahrstoffeinheit  des Landkreises Potsdam-Mittelmark untersucht derzeit, ob das Ladegut mit den Ladepapieren übereinstimmt und wie die Flüssigkeitsreste geborgen werden können.

Die Bergungsmaßnahmen des verunfallten LKW und damit einhergehend die Sperrungen werden noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

 

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