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Die Geschichte der Feuerwehr Dahnsdorf

 

Die Anfänge

Am 13. Dezember 1924, fanden sich 39 Bürger des Ortes Dahnsdorf zusammen und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Dahnsdorf

Am 22. Dezember 1924 erfolgte die polizeiliche Anerkennung der Stammrolle und der Satzung.

 

1. Seite der Stammrolle

 

Als erster Ortswehrführer (damals Oberführer genannt) wurde der Kamerad Friedrich Höhne bestellt, ihm folgten:

  • Fritz Stolle
  • Ernst Gutewort
  • Lothar Jüngling
  • Andreas Neumann
  • Stephan Golüke
  • Ingo Poschau.

 

Nachfolgend sind die ersten Kameraden der Feuerwehr Dahnsdorf aufgelistet:

 

Erste Mitglieder

 

Neben Friedrich Höhne wurden als stellvertretende Ortswehrführer Alfred Schulze, als Geräteführer Willi Moritz und als stellvertretende Geräteführer Albert Sternberg gewählt. All´ diese Kameraden mussten, genau wie wir heute eine Ausbildung absolvieren. Unter anderem belegte Paul Schulze im Jahre 1929 denLehrgangüber die Befähigung zur Dienstleistung als Oberfeuerwehrmann einer Freiwilligen Feuerwehr an der Feuerwehrschule Bahrensdorf.

 

Aller Anfang ist schwer! Eine mit Muskelkraft betriebene Handdruckspritze, Wassereimer aus Leder und der Mut der Männer waren entscheidend für die Anfänge der Feuerwehr Dahnsdorf. Die Spritze wurde bereits 1922, 2 Jahre vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr, durch die Gemeinde gekauft. Somit waren für damalige Verhältnisse alle Voraussetzungen für eine effektive Brandbekämpfung geschaffen.

 

Wie auch Heute mussten die Kameraden vergangener Zeiten Prüfungen ablegen um eine Funktion auszuüben. Nachfolgend sieht man das Zeugnis von Oberfeuerwehrmann Paul Schulze.

 

P. Schulze

 

 

Die ersten Gerätehäuser

 

Das damalige Gerätehausbefand sich auf der Rückseite des alten Friedhofes, integriert in die Kirchhofmauer. Einen Trockenturm wie in anderen Dörfern gab es nicht. Die Schläuche wurden zum Trocknen einfach über die dortigen Linden gehängt.

 

1. GH

 

Mitte der 70iger Jahre zog die Feuerwehr, in eine ehemalige Scheune, in die Hauptstraße um. Hier allerdings erst einmal nur in die linke, kleinere Hälfte. Nach einigem Hin und Her in Sachen Neubau, Umbau und Standortfrage begann am 25.06.1985 der Umbau desGerätehauses. Dieser war notwendig geworden, um für die vorhandene Technik eine vernünftige Unterstellmöglichkeit und für die Ausbildung bessere Bedingungen zu realisieren. Erst im Jahr 1993, mit dem Einbau neuer modernerer Tore, war der Umbau vorläufig abgeschlossen. Im Jahre 1999 wurden Gelder bewilligt, um sanitäre Einrichtungen zu installieren. Die Dachhaut und die Regenrinne wurden ebenfalls erneuert.

 

2. GH

 

Die Einsatztechnik

 

Nachdem wir bis 1982 mit einer motorgetriebenen Hochdruckspritze, die in einem Tragkraftspritzenanhänger (TSA) untergebracht war, die Brände löschten. Erhielt unsere Ortswehr am 26. April 1982 ein LF 8 / 8 – STA, also ein Löschgruppenfahrzeug vom Typ LO mit einem Schlauchtransportanhänger.

Neben der ureigenen Aufgabe des abwehrenden Brandschutzes traten zunehmend Technische Hilfeleistung, Umweltschutz und Katastrophenabwehr in den Fokus der Freiwilligen Feuerwehren. Die Bundesautobahn A9 -direkt vor der Haustür- stellt bis Heute den Einsatzschwerpunkt dar. So wurde uns zusätzlich zur Löschtechnik 1993 ein Hilfsrüstwagen auf einem Fahrgestell vom Typ Magirus Deutz übergeben. Das Baujahr dieses Fahrzeuges datierte allerdings von 1968, war also noch 4 Jahre älter als der LO. Der „Magirus“ war jedoch mit modernster Ausrüstung für die technische Hilfeleistung ausgestattet. Dieser wurde dann am 24.11.2001 durch den RW 2 ersetzt.

 

Übergabe RW2

 

 

Mit dem Aufbau der Gefahrstoffeinheit im Landkreis Potsdam – Mittelmark im Jahre 1999 erweiterte sich erneut der Wirkungskreis unserer Feuerwehr.

So sind wir in 2 Sondereinheiten des Landkreises integriert:

- 1. Zug der Gefahrstoffeinheit (GSE)

- 4. Zug (Unterstützungszug bzw. TH-Zug) der Brandschutzeinheit (BSE) .

 

 

Unser neues Gerätehaus

 

Das Gerätehaus in der Hauptstraße genügte schon seit langem nicht mehr den Ansprüchen der Feuerwehrarbeit. Denn wie oben erwähnt, haben wir ein breites Aufgabengebiet und dafür waren die Gegebenheiten denkbar schlecht. Die Lage an der viel befahrenden B 102, die nur ca. 5 Meter von den Eingangstoren entfernt lag, war besonders bei der Jugendfeuerwehr ein Gefahrenpotential und nur ein Problem von Vielen. Dazu kam, dass es keine Heizung gab, dies brachte besonders im Winter Mensch und Material an die Grenzen. Wenn wir bei Raumtemperaturen um die Null Grad in die Einsatzbekleidung sprangen, fühlte es sich an, als würde man in Eis baden.

 

Aber die Strapazen hatten im Jahre 2006 ein Ende.

Nach längeren Überlegungen über die Lage des neuen Gerätehauses, unter anderem waren Standorte am Sportplatz oder am Friedhof im Gespräch, wurde im Mai 2006 dem Ausbau der ehemaligen Werkstatt von Werner Thiele zugestimmt. Somit war der Weg, für das inzwischen dritte Gerätehaus, seit Gründung der Feuerwehr frei. Neben den beauftragten Firmen leisteten wir unzählige Arbeitsstunden in Eigenleistung, um den Umbau der Werkstatt so zügig wie möglich voran zu treiben. Dieses Ziel wurde dann im Oktober 2007 erreicht. Nach knapp 1 ½ Jahren Umbauphase feierten wir am 26.10.2007 die Einweihung des neuen Gerätehauses. Es umfasst nun eine Fahrzeughalle mit 2 Stellplätzen, mehrere Umkleideräume mit dazugehörigen Sanitärräumen, einen Schulungsraum und eine Küche. Mit diesem neuen Gerätehaus, in der Feldstraße 4, haben wir nach langer Zeit des Hoffen und Bangen endlich ein Domizil bekommen, das unseren Ansprüchen gerecht wird.

 

3. GH

 

Eine Ära geht zu Ende

 

Die Einsatzfahrten mit dem LF 8/8 auf der Autobahn wurden immer gefährlicher, wenn die LKWs im Einsatz an uns vorbei rauschten, obwohl wir mit Sondersignal unterwegs waren. So waren wir alle überglücklich, dass wir am 30. Juli 2009 ein TLF 16/25 in Empfang nehmen durften. Das TLF wechselte von der OFW Niemegk, die ein neues TLF 20/40 erhielten, zu uns. Mit der Ausmusterung des „LO“ ist die Ära der DDR Fahrzeuge in unserer Feuerwehr zu Ende gegangen. Gleichzeitig beginnt eine neue Ära, denn mit nun zwei modernen Feuerwehrfahrzeugen, die in einem neuen Gerätehaus untergebracht sind, besitzen wir nahezu optimale Voraussetzungen, um die an uns gestellten und stets steigenden Anforderungen zu bewältigen.

 

 

TLF 4000-St löst TLF 16/25 ab

 

Bericht der MOZ zur feierlichen Übergabe:

Dahnsdorf (MZV) "Vor einer Woche wurde das Auto aus dem Werk geholt. Seitdem wurden bereits fünf Einsätze mit ihm gefahren", so Niemegks Amtswehrführer Tino Bastian am Freitagabend im Rahmen der offiziellen Übergabe des neuen Einsatzfahrzeuges an die Ortsfeuerwehr Dahnsdorf. Erst am Mittag war der TLF 4000-ST (Tanklöschfahrzeug mit 4500 Liter Wasser und 500 Liter Schaum sowie einer Doppelkabine für sechs Einsatzkräfte) von seinem letzten Einsatz auf der Autobahn zurückgekehrt.

 

250.000 Euro kostete die Anschaffung. 133.000 Euro finanzierte das Amt Niemegk, 117.000 Euro steuerte das Land Brandenburg bei. Niemegks Amtsdirektor Thomas Hemmerling bemerkte: "es war ein langer Weg" und erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die entsprechende Förderrichtlinie seit 2007 besteht. Die neue TLF der Dahnsdorfer Wehr ist das erste Löschfahrzeug im Amt Niemegk, welches über diese Förderrichtlinie angeschafft werden konnte.

Die Planungen für das auf die Dahnsdorfer Wehr maßgeschneiderte Fahrzeug begannen bereits im Dezember 2013 entsprechend dem Gefahrenabwehrbedarfsplan des Amtes Niemegk.

Planetals Bürgermeisterin Karin Chommichau, sie ist gleichzeitig Amtsausschussvorsitzende, dankte allen Entscheidungsträgern, die die Anschaffung des Fahrzeugs ermöglichten. Sie sagte: "Ich wünsche ihnen allzeit gute Fahrt zu möglichst wenig Einsätzen". Kaum ausgesprochen, meldeten die Pieper der Kameraden, dass sie bereits wieder gebraucht werden. Die Rettungsleitstelle alarmierte die Dahnsdorfer Wehr und beorderte sie zu ihrem nächsten Einsatz auf die nahe Autobahn.

Thomas Hemmerling hatte den neuen TLF vorab unter dem Beifall der Dahnsdorfer Feuerwehrleute auf den Hof des Feuerwehrgerätehauses in der Feldstraße gefahren.

Die kleine Feier zur Übergabe des TLF wurde durch Wehrleiter Jan-Rainer Winkelhaus gleichzeitig genutzt, um den 16-Jährigen Konrad Hanff als jüngstes aktives Mitglied in der Dahndorfer Wehr zu begrüßen.

Damit nicht genug. "Wir haben noch eine Überraschung. Alle aktiven Kameraden bekommen heute neue Helme", so Amtsjugendwart Andy Zobel. In die Anschaffung derselben investierte die Freiwillige Feuerwehr Dahnsdorf 5.000 Euro, finanziert aus Eigenmitteln und einer Spende.

Das durch die Neuanschaffung außer Dienst gestellte alte Fahrzeug der Dahnsdorfer Wehr wurde zwischenzeitlich nach Niederwerbig überführt und steht ab sofort den Kameraden der dortigen Wehr zur Nutzung zur Verfügung.

 

TLF 4000

 

Mit dem TLF 4000-St und dem RW 2 verfügt die Ortsfeuerwehr Dahnsdorf über einen modernen und zeitgemäßen Fuhrpark.

Somit können wir auch in Zukunft, die Aufgaben erfüllen, für die schon unsere Gründerväter ihr Leben einsetzten:

 

!!! RETTEN – LÖSCHEN – BERGEN – SCHÜTZEN !!!